ÜBER MICH

In den 80ern lernte ich etwas über mich in vielen der damaligen Meditations-, Selbsterfahrungs- und Therapiegruppen, bevor ich bei einem spirituellen Lehrer des Sufismus für 30 Jahre in die Lehre ging. Das Entdecken meines inneren Clowns in all seiner kindlichen, verrückten und lebendigen Energie zeigte mir eine dritte Welt jenseits den Polen schwarz/weiß, negativ/positiv, richtig/falsch – eine Welt voller Neugierde, Wertfreiheit, Unschuld, Berührbarkeit und Augenblicke. Die Ausbildung zum systemischen Coach war für mich ein weiterer Türöffner, es brachte viele Entwicklungen in mir zusammen und stellte sie auf eine schöne und strukturierte Basis. Hierbei faszinierte mich insbesondere die Theorie der Ego-States – diese inneren Persönlichkeitsanteile hatte ich bereits in der Gestalttherapie, im Sufismus und im Fooling intensiv kennen gelernt. Das brachte mich direkt zu Frau Prof. Luise Reddemann. Die psychodynamisch imaginative Traumatherapie erweiterte meinen Horizont beträchtlich und öffnete mir den Zugang zu einer weiteren Welt voller Möglichkeiten der Empathie, des Trostes und der Heilung.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei meinen Lehrern bedanken. Jeder hat mich auf seine besondere Art inspiriert und weiter gebracht: Werner Sprenger, Boudewijn Vermeulen, Sh Nazim Effendi, Lajos Kassai, Ute Becker, Andreas Hartmann, Hilde Cromheecke, Frankie Anderson, Moshe Cohen, Peter-Paul König, Judith Grümmer und Luise Reddemann.
Meiner Familie verdanke ich viel Rückhalt und Unterstützung. Mein Hobby ist das berittene Bogenschießen. Ich gründete den Steppenreiterverein in Deutschland und organisiere Wettkämpfe. Noch heute ist es meine Lieblingsbeschäftigung, jede Woche mit meinem Steppenpony durch die Wiesen und Wälder des Münsterlands zu streifen – ohne Pfeil und Bogen.

Niemand kann sein Schicksal selbst bestimmen. In Indien lernte ich das Meditieren, im Trappistenkloster lernte ich das Schweigen, im Gespräch mit den ‚kranken Menschen‘ lernte ich das Sprechen. Gedichte haben heilende Wirkung, ganz genauso wie das vertrauensvolle Gespräch, die Musik und der Tanz. Jeder Mensch hat für mich auch die Grundrechte auf Verstehen und auf Mitgefühl. Wer blind wird für das Leiden seiner Mitmenschen, wird auch blind für die Schönheit der Natur, der Tiere, der Menschen. [Werner Sprenger]